Nähzubehör

Nähzubehör – Die Grundausstattung

Es gibt unglaublich viel Nähutensilien auf dem Markt. Manche davon sind unentbehrlich wie Stecknadeln und Spulen, einige machen Aufgaben einfacher und manche wirst du nie brauchen. Einige Hilfsmittel sind im Haushalt schon vorhanden, z.B. ein Magnet, mit dem man Stecknadeln aufsammeln kann. Mit der Pinzette lässt sich die Overlock besser einfädeln. Ein Klebeband hilft, um abgeänderte Schnitte zusammenzukleben. Das Schöne ist, dass man am Anfang nicht alles braucht und man bei Bedarf einfach aufrüsten kann. Hier zeige ich einen kleinen Überblick meiner Ausstattung.

Messwerkzeuge

  • Maßband
    Mit dem Maßband werden Körpermaße gemessen. Das brauchst du z.B. um deine Schnittgröße zu bestimmen. Das Maßband ist in Millimeter und Zentimeter eingeteilt, manchmal auch in Inch. Es hat meistens eine Länge von 1,5 m.
  • Taillienmaßband
    Damit wird speziell die Tailie gemessen. Mit Loch und Haken bzw. Schieber zieht man das Band fest um die Tailie.
  • Diverse Maßbänder
    Es gibt noch andere Maßbänder, wie z.B. mit verschiedenen Farben (alle 10 cm) oder mit einem versteiften Ende – ein spezielles Maßband zum diskreten Messen an Stellen wie Achsel oder Schritt. Der Messingbeschlag ist dort 10 cm versteift.

MakerMauz-Naehzubehoer-Maßaender

  • Schneiderwinkel
    Dieser wird zur Schnitterstellung verwendet. Mit dem großem Winkel kann man den Fadenlauf einzeichnen und feststellen, Schnittmuster entwerfen, ändern und lange Linien einzeichnen. Der rechte Winkel ist auch nützlich, um Stoffbahnen zu begradigen.
  • Kurvenlineale
    Diese werden ebenfalls zur Schnitterstellung verwendet. Man kann damit Armlöcher, Halslöcher und Prinzessnähte formen.
  • Geodreieck
    Ein sehr hilfreiches Tool, das im Haushalt meist vorhanden ist. Es ist nützlich zur Herstellung von Schrägbändern, auch kann man Naht- und Saumzugaben einzeichnen.
  • Handmaß
    Das Handmaß ist in Polyester (biegbar) und in Metall erhältlich – je nach Geschmack. Mit diesem kann man Naht- und Saumzugaben einzeichnen.

Schneiden

  • Schneiderschere/Stoffschere
    Die Schneiderschere eignet sich für den Zuschnitt und zeichnet sich durch ihren besondern Winkel der Klingen aus. Dadurch bleibt der Stoff beim Schneiden flach an der Schneideunterlage. Es gibt sie in verschiedenen Größen, dabei gilt: kleine Größen für dünnere bzw. leichtere Stoffe, große für schweren Stoff, bzw. gerade Kanten. Schneide nie Papier mit der Schneiderschere. Sie wird dabei sehr schnell stumpf!
  • Papierschere/Haushaltsschere
    Mit ihr schneidet man Papier oder Pappe 😉
  • Zackenschere
    Mit ihr werden Nahtzugaben eingezackt. Dadurch wird das Ausfransen des Stoffes eingeschränkt. Sie wird für Stoffe verwendet, die nicht versäubert werden. Auch können die Zacken als dekoratives Element verwendet werden.
  • Fadenknipser
    Mit diesem könnt ihr Restfäden abschneiden. Alternativ könnt ihr auch eine Stickschere verwenden (nicht abgebildet). Mit ihr kann man auch Nähte auftrennen, Knopflöcher ausschneiden und Ecken einknipsen.
  • Rollschneider
    Der Rollschneider wird meist zum Ausschneiden von gerade Linien z.B. zum Patchworken verwendet. Er eignet sich auch, um Schrägbänder auszuschneiden. Vergesst nicht beim Zuschnitt eine Schneidematte unterzulegen, damit Ihr euch den Tisch nicht verkratzt. Auch ein Schneidelineal aus Metall ist zu empfehlen.

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Bügelzubehör

  • Bügeleisen/Dampfbügeleisen
    Bügeln ist ein sehr wichtiger Arbeitsgang beim Nähen. Es erleichtert dir einige Arbeitsschritte immens und sorgt dafür, dass deine Nähte sauber und flach werden. Deshalb: Bügle jede Naht! Achte dabei auf die richtige Bügeleinstellung. Bei zu niedriger Temperatur werden die Nähte nicht flach. Bügelt man dagegen zu heiß, entstehen Glanzstellen. Im schlimmsten Fall kann es sogar den Stoff verbrennen. Bei Mischstoffen richtet man sich nach dem „schwächeren“ Stoff, der die niedrigere Temperatur benötigt. Um Bügelglanz zu vermeiden, kann man ein Bügeltuch verwenden. Bei viel Dampf sollte dieses befeuchtet werden. Ausserdem sollte man nicht über Stecknadeln und Heftstiche bügeln.
  • Sprühflasche
    Viele Stoffe, insbesondere Baumwolle, sollten leicht feucht gebügelt werden. So gehen Falten besser raus. Einfach mit der Sprühflasche leicht besprühen und bügeln. Am besten an einem Reststück vorher testen!
  • Bügelbrett
    Eine Unterlage die zum Bügeln verwendet wird.
  • Bügelkissen
    Ein Bügelkissen ist ein fest gestopftes, eiförmiges Kissen, auf dem runde Bereiche wie z.B. Brustabnäher und Prinzessnähte geformt werden. Eine Seite des Kissens ist mit Wollstoff bezogen. Damit wird Wolle gebügelt, da diese Seite die Feuchtigkeit besser hält. Die zweite Seite ist mit einem Baumwollstoff bezogen. Dort werden alle restlichen Materialen gebügelt. In meinem Video könnt ihr sehen, wie man so ein Kissen selber macht.
  • Ärmelbügelkissen
    Das Ärmelbügelkissen ist gleich aufgebaut wie das Bügelkissen. Wie der Name schon sagt, ist es besonders für Ärmel zu verwenden. Kleine Stellen, die schwer zu erreichen sind, können auch damit gebügelt werden.
  • Ärmelbrett
    Ähnlich wie ein Bügelbrett nur viel schmaler. Wie das Ärmelbügelkissen ist es für enge Bereiche wie z.B. Ärmel und Hosenbeine. Es eignet sich auch für Stellen wie Ärmelkugeln und Halsauschnitte, die sonst schwer erreichbar sind.

Schnitte übertragen

  • Kopierpapier
    Einseitig beschichtetes Papier zum Kopieren von Schnitten.
  • Seidenpapier
    Das halbtransparente Papier ist zum Kopieren von Schnittmustern geeignet. Auch Schnittänderungen können damit gemacht werden. Seidenpapier ist zusätzlich eine Hilfe bei empfindlichen Stoffen.
  • Trickmarker
    Ein Stift zum Markieren des Stoffes. Nach einigen Stunden oder Tagen verschwindet die Markierung wieder (je nach Stoffart). Bitte immer vorher an einem Teststück ausprobieren! Manche Stifte lassen sich auch mit Wasser entfernen.
  • Schneiderkreide/Kreidestift
    Die viereckige Schneiderkreide ist in verschiedenen Farben erhältlich. Mit ihr überträgt man die Markierungen wie Abnäher, Nähte und zu markierende Punkte auf den Stoff. Je nach Stofffarbe verwendet man eine kontrastierende Farbe, damit diese gut auf dem Stoff sichtbar sind. Schneiderkreide verschwindet beim Reiben bzw. beim Bügeln oder Waschen. Teste unbedingt vorher an einem Reststoff, ob sich die Kreide gut entfernen lässt. Stumpfe Kreide lässt sich mit dem Messer wieder schärfen. Schneiderkreide gibt es auch in Stiftform. Damit kann man sehr dünne und exakte Striche ziehen. Am Ende ist eine Bürste zum Entfernen der Kreide vom Stoff.
  • Kopierrädchen
    Das Kopierrädchen gibt es in zwei Varianten – spitz und stumpf. Das spitze Rädchen dient zum Übertragen des Schnittes auf dickeres Papier. Mit dem stumpfen Rädchen wird das Schnittmuster mit dem Kopierpaier auf den Stoff durchgeradelt.

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Sonstiges

  • Loch- und Nietzange
    Zum Lochen und Nieten für Ösen und Druckknöpfe.Die Lochzange schneidet ein Loch heraus. Dabei kann der Stoff ausfransen. Deshalb sollte dieses zusätzlich z.B. mit Textilkleber verstärkt werden.
  • Taschenrechner
    Der Rechner wird benutzt um Durchmesser und Schnitte zu berechnen.
  • Pfriem/Ahle/Stilett
    Ein Werkzeug zum Weiten von Löchern, z.B. für Ösen. Die Ahle bildet durch Auseinanderschieben des Stoffgewebes ein Loch. So wird der Stoff nicht oder weniger verletzt im Gegensatz zur Lochzange.
  • Fusselrolle
    Mit der Rolle kann man Fadenreste wunderbar entfernen.
  • Fingerhut/Nähring
    Wenn man viel mit der Hand näht, ist ein Fingerhut unentbehrlich. Dieser schützt die Fingerspitze. Blutige Hände hat man schneller als man denkt. Das Blut kann euren Stoff verschmutzen und euer Nahtgut dadurch unbrauchbar machen.
  • Nahttrenner
    Der Nahttrenner hat eine spitze, scharfe Kante mit der ihr Nähte auftrennen könnt. Mit ihm kann man auch Knopflöcher aufschneiden. Vorsicht ist jedoch geboten, damit nicht zu weit in den Stoff geschnitten wird.
  • Schneiderpuppe
    Bei der Schneiderbüste oder Schneiderpuppe handelt es sich um ein lebensgroßes Modell, an der Kleidungsstücke nach Maß angefertigt werden können. Es gibt 3 verschiedene Arten von Schneiderpuppen. Die starre Schneiderbüste ist in verschiedenen Größen z.B. S, M oder L erhältlich. Auch gibt es verstellbare Puppen, die auf mehrere Größen anpassbar sind. Diese ist an die Standardmaße angepasst. Alternativ kann man sich selbst eine anfertigen, die den eigenen Maßen entspricht.
  • Spulen passend zu Nähmaschine
    Spulen sind kleine Garnhalter, mit der der Unterfaden aufgewickelt wird. Es gibt sie aus Kunststoff und Metall. Nähmaschinenhersteller haben unterschiedliche Spulengrößen, deshalb sollte man immer die passenden kaufen. Es empfiehlt sich, ein paar davon aus Reserve zu haben.
  • Diverse Nähfüße
    Neben dem Standardnähfuß ist es hilfreich, noch andere Füße zu haben. Es erleichtert manche Nähte erheblich.
  • Garne
    Für verschiedene Stoffe wird Garn in unterschiedlichen Stärken und Beschaffenheiten benötigt.

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  • Nähmaschinennadeln
    Es gibt sie in verschiedenen Größen und Formen für unterschiedliche Stoffe.
  • Nadelkissen
    Das Nadelkissen ist eine praktische Möglichkeit, um Stecknadeln aufzubewahren. Aus Stoffresten kann man sich super einfach selbst ein Kissen basteln.
  • Stecknadeln
    Stecknadeln werden zum Heften von Stoff verwendet.  Es gibt sie mit verschiedenen Köpfen z.B. aus Metall oder Glas mit bunten, runden Köpfen. Ich bevorzuge die Nadeln mit runden Köpfen, da diese angenehm zu halten sind. Für sehr feine Stoffe empfehle ich aber Stoffklammern.
  • Handnähnadeln
    Nicht jede Nähaufgabe kann man mit der Nähmaschine erledigen. Da kommt die Handnähnadel ins Spiel. Nähnadeln gibt es in einer großen Vielfalt an Formen und Größen. Je größer die Nadel Nummer, desto feiner ist sie. Viele tendieren zur Nadel Nummer 6.
  • Wonderclips/Stoffklammern
    Stoffklammern werden wie Stecknadeln zum Fixieren von Stofflagen verwendet. Manchmal sind sie praktischer und man sticht sich nicht. Sie sind besonders für spezielle Stoffe wie z.B. Leder geeignet. Dort würden mit Stecknadeln Löcher im Stoff entstehen.
  • Sicherheitsnadel
    Zugsäume z.B. eine Kordel oder ein Gummizug werden damit eingefädelt.